Die Ergebnisliste der WM in Paris ist veröffentlicht: http://www.intersteno.it/uploads/ClassifictionsListParis2011.pdf
Die Ergebnisliste der WM in Paris ist veröffentlicht: http://www.intersteno.it/uploads/ClassifictionsListParis2011.pdf
So, letzter Tag in Paris. Zeit für den dritten Versuch, in die Katakomben zu kommen. Der erste Schreck kam beim Öffnen der Tür, um zum Frühstück zu gehen: Die Siegerehrung am Nachmittag sollte schon um 15:00 Uhr beginnen statt um 16:30 Uhr, die Abfahrt unseres Busses wurde daher auf 14:00 Uhr vorverlegt. Aber das sollte ja trotzdem noch passen. Tagesplan: Nach dem Frühstück zu den Katakomben, dann Shopping im Bercy Village, einen Snack auf die Hand, fein machen und zur Siegerehrung mit anschließendem Gala-Diner.
Um halb zehn, eine halbe Stunde vor Öffnung, waren wir an den Katakomben. Die Länge der Schlange hielt sich noch in Grenzen – vielleicht 50 Meter. Also alles kein Problem. Und die Wartezeit kann man ja schon mal nutzen, um den Bericht vom Vortag auf dem Handy weiterzuschreiben.
10:15 Uhr: Es hat sich immer noch nichts bewegt. 10:30 Uhr: Jetzt sind wir zwar ein kleines Stück weiter, aber es ist immer noch nicht abzusehen, wann wir den Eingang erreichen werden. Es kommen immer wieder Leute mit Reservierung auf der Überholspur und der Einlass ist beschränkt, da sich maximal 200 Personen gleichzeitig in den Katakomben aufhalten dürfen. 10:45 Uhr: Wieder ein kleines Stück weiter, aber der Eingang ist immer noch in weiter Ferne. Wenn das so weiter geht, sind wir frühestens um 12 Uhr an der Reihe. Was nun? Wir brechen ab und fahren zum Bercy Village. Zum Shoppen nutzen die Zeit eigentlich nur Angelika und Ralf, Steffi und Sylvia “haben Füße”. Steffi wünscht sich immerhin den einen Laden mit tollen Bastensachen nach Oldenburg.
Nach leckeren Crepes ging es dann zum Hotel – fein machen. Hier gab es dann nach einiger Zeit den nächsten Schreck: Feuerarlarm – zum Glück nur zur Probe. Aber so waren alle aus dem Bus pünktlich unten, auch wenn hier und da noch der Lippenstift fehlte
Im Hôtel de Ville – dem Pariser Rathaus angekommen, ging das Warten weiter: Erst weil unser Bus überraschend gut durchgekommen ist und wir somit überpünktlich waren, dann weil die Organisatoren noch am Aufbauen waren.
Leider waren diese Eiffelturmpokale nicht alle für uns.
Kurz nach 15 Uhr wurde es dann chaotisch. Die Siegerehrung begann mit den Ehrungen des Internet-Wettbewerbs, der im April/Mai stattgefunden hat. Das hier nicht alle Platzierten anwesend sein würden, war zu erwarten. Aber dass von den Tschechen, die mit großer Mannschaft in Paris waren, kein einziger da war und selbst ein Franzose fehlte machte doch skeptisch. Es stellte sich allmählich heraus, dass nich alle wussten, dass die Siegerehrung vorverlegt war. Die Information fand sich nur im Programmablauf, der in den Teilnehmertaschen lag und ohne Hinweis darauf, dass es eine Verschiebung war. Und im Internet stand bis zuletzt die alte Zeit.
Was machen? Nach der Siegerehrung des Internetwettbewerbs folgte das Tastschreiben (text production) und hier sind die Tschechen dominierend und mit Helena sollte eine Tschechin die Siegerehrung durchführen – aber alle fehlten. Es wurde etwas improvisiert. Zunächst wurde die Vorstellung der Stadt Gent, in der die WM 2013 stattfinden wird, vorgezogen und dann gab es noch eine Show des amerikanischen Paradiesvogels (heute mal wörtlich zu nehmen) Michael, der von unserer Sharon unterstützt wurde.
Dann wurde doch schon mit der Siegerehrung begonnen, kurz bevor die Tschechen eintrafen. Noch etwas hin und her und eine nachträgliche Ehrung derjenigen, die ihre eigentliche Ehrung verpasst hatten. Und dann ging die Siegerehrung endlich normal weiter. Gleich nach dem Tastschreiben kam die Professionelle Textverarbeitung (word processing) an die Reihe. Wir wussten ja schon, dass Steffi “nur” 89 Prozent erreicht hatte. Würde das reichen? 3. Platz Thomas Wippel, Deutschland. Hmm? 2. Platz: Stefanie Wiele, Deutschland – geschafft!!! Herzlichen Glückwunsch, Steffi!!! Der erste Platz ging an Lukás Adámek aus Tschechien.
Insgesamt dominierten die Tschechen diese WM in vielen Disziplinen, in einigen auch die Chinesen. Insgesamt schnitt die Deutsche Mannschaft aber ganz erfolgreich ab. Hier alle Deutschen Medaillengewinner.
Nach der Siegerehrung gab es noch einen kleinen Champagner-Empfang und die Urkunden für die übrigen Teilnehmer und danach das große Gala-Diner mit leckerem Essen und guter Musik.
Morgen geht es jetzt wieder zurück nach Deutschland.
Au revoir Paris, tot ziens in Gent
Ralf
PS: Die vollständigen Ergebnisse und vor allem die Platzierungen der Oldenburger folgen bald…
Am Abend des Nationalfeiertags fanden in Paris überall Feste mit Musik und Feuerwerk statt. Wir hatten uns entschieden, auf den Montmatre zu gehen und dort die Atmosphäre zu genießen. Zunächst hieß es, Proviant für ein Picknick zu besorgen. Also ab in den nächsten Alimentaire General – einen typischen Minisupermarkt. Hier haben wir Wasser, Baguette, Salzstangen und Wein besorgt. Alles zusammen für 6,55 Euro und der Wein in einer Plastikflasche, dafür aber mit Schraubverschluss. – Mal sehen, was das für ein Zeug ist.
Da wir bis zu den Feuerwerken noch Zeit hatten, sind wir erst einmal zum Champs Elysée gefahren. Dort haben wir die Tribünen der morgendlichen Parade besichtigt und das Originalprogramm auf der Präsidententribüne gefunden. Weiter ging es die Geschäftsstraße entlang, wo Sylvia auf den letzten Drücker bei Louis Vuitton reinhuschen konnte.
Danach zur Metro-Station Pigalle und noch schnell eine kleine Stärkung bei McDonalds (es war irgendwie nicht der Tag der kulinarischen Höhepunkte
)
Jetzt noch hoch zu Sacre Coeur und Sitzplätze direkt vor der Kirche erobert.
Hier hatten wir einen tollen Blick auf Paris im Sonnenuntergang.
Wir haben dann schön unser französisches Picknick ausgepackt. Der Wein war tatsächlich genießbar. Wir konnten auch zahlreiche Feuerwerke sehen, das große am Eiffelturm immerhin auch teilweise durch eine Baumlücke.
Als wir dann zurück am Hotel waren gab Sylvia das Ergebnis ihrer Zählung bekannt (und damit die Aufklärung für das Klettern): Ca. 1250 Stufen sind wir an dem Tag gelaufen. – Ich mit dem Nachmittagsspaziergang und dem Weg über die Treppe ins das Hotelzimmer im 6. Stock noch einiges mehr.
Morgen dann der dritte Versuch, in die Katakomben zu kommen und die Siegerehrung mit anschließendem Gala-Diner im Pariser Rathaus, dem Hôtel de Ville.
Bereits gestern konnten wir vom Eiffelturm aus verfolgen, wie die Franzosen ihren Nationafeiertag mit zahlreichen Feuerwerken begrüßen. Heute galt es dann, diesen Tag bestmöglich zu nutzen. Dabei gibt es in Paris einige Besonderheiten, die den gemeinen Homo touristicus hier und da vor Probleme stellen oder ihn zumindest irritieren können.
Ein Teil unserer Gruppe brach heute früh zum Champs Elysée auf, um dort die Militärparade zu sehen. Wir – Angelika, Ralf, Stefanie und Sylvia – hatte uns aber für ein zivileres Programm entschieden. Zunächst unternahmen wir den zweiten Versuch in die Katakomben von Paris zu kommen. – Die hatte aufgrund des Feiertags aber geschlossen. Aber aller guten Dinge sind drei. Wir werden es morgen also noch einmal probieren.
Weiter gings zum Invalidendom (sicher auch nicht ganz unmilitärisch;-) ). Im Invalidendom ist das Grab von Napoleon und die Anlage drumherum diente als eine Art ziviles Kloster für Kriegsinvaliden.
Bevor wir den Dom erreichten, wurden wir aber gleich mit der Militärparade konfrontiert. Kaum waren wir aus der Metro-Station ans Tageslicht geklettert (zum Stichwort “klettern” später mehr), sahen wir zahllose Soldaten in Grüppchen herumstehen – jedes Grüppchen mit anderer Uniform. Und dann kamen die berühmten Düsenjäger, die die französischen Nationfarben an den Himmel “malen”.
Nachdem auch die anderen Flieger vorbei geflogen waren, gingen wir zum Hôtel des Invalides (dem Invalidenheim) mit dem dahinter liegenden Invalidendom. Die zahlreichen Kriegs- und Militärmuseen in dem Komplex haben wir uns gespart und sind direkt in den Invalidendom gegangen, haben kurz Napoleons Grab umrundet und haben dann unsere Tour fortgesetzt.
Vom Invalidendom wollten wir einfach zur Seine gehen und an der Seine entlag zum Louvre. – Wir hatten die Mona Lisa schließlich noch nicht gesehen. Aber auch das war heute alles andere als einfach. Es waren sehr viele Menschen unterwegs und je weiter wir gingen, desto mehr Soldaten waren zu sehen – Fremdenlegion, Heer, Flughafenfeuerwehr, Kampfpiloten, Gebirgsjäger, U-Boot-Einheiten, Marine, Nationalpolizei, … Die Uniformen reichten dabei von dem was wir von der Bundeswehr sehr ähnlich kennen, über bunte Uniformen mit vielen Orden und Säbel bis hin zu Uniformen á la Louis de Funès. Irgendwann ging es dann gar nicht mehr weiter, sodass wir umdrehen und die nächste Metro-Station suchen mussten. Eine Station weiter sind wir dann ausgestiegen und konnten endlich zum Louvre gehen.
Immerhin wussten wir, dass das Museum am Nationalfeiertag geöffnet sein sollte und das heute sogar mit freiem Eintritt. Wir waren also auf das Schlimmste gefasst, was die Wartezeiten betrifft. Wir hatten aber den Tipp aus dem Reiseführer (Buch) befolgt, den unser menschlicher Reiseführer bestätigt hat, und sind direkt zum Seiteneingang und nicht zur großen Pyramide im Louvre-Innenhof gegangen. Das gestern gelernte Prinzip mit der kürzesten Schlange konnten wir allerdings hier nicht anwenden: Es gab gar keine Schlage, wir kamen sofort rein. – Nur der anschließende Toilettenbesuch dauerte bei den Damen ein wenig
Im Louvre haben wir dann noch Anni und Rolf getroffen und uns mit den beiden zu dem Saal vorgekämpft, in dem ein etwas mehr als briefmarkengroßes Bild umlagert wurde, wie die Stars von Tokyo Hotel oder die Pseudostars von DSDS.
Danach waren einige etwas platt.
Jetzt noch schnell die Venus von Milo und die Sphinx angesehen und dann wieder raus.
Nachdem wir den Louvre durch den Hauptausgang in der Glaspyramide wieder verlassen hatten ging es schnell zum Mittagessen. Wir hatten uns ein Lokal am Palais Royal ausgesucht. Es war okay, aber sicher längst nicht da beste Essen, das wir in Paris hatten. Dafür gab es von der anderen Straßenseite Streichermusik. Nach dem Essen wollten die Damen dann die Füße hochlegen, bevor es abends wieder auf Tour gehen sollte.
Ich habe die Zeit noch genutzt, einen Spaziergang in der Nähe des Hotels zu machen. Durch den Park “Jardin Yitzhak Rabin”, über die Seine zur Nationalbibliothek und wieder zurück über die Seine zum Bercy Village, mit seinen kleinen Läden und Lokalen, die alle trotz des Feiertags geöffnet hatten. Dort habe ich dann auch noch Gunda und Monika beim Cocktail-Trinken getroffen.
Bonsoir,
unser heutiger Vormittag stand ganz im Zeichen der Monarchie – mit ca. 50 Teilnehmern unserer Gruppe starteten wir um 8 Uhr zu einem Ausflug nach Versailles, um zu erfahren, wie Ludwig XIV gelebt hat. Schon auf der Hinfahrt gaben unsere Reiseführer uns einige Informationen zum Schloss, die vor Ort vertieft wurden. Nach kurzer Wartezeit (dank Karten- und Zeitreservierung) durften wir das Schloss betreten. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, sodass wir jeweils problemlos den Erläuterungen folgen konnten. 
Den Namen “Sonnenkönig” trug Ludwig XIV zu Recht – wir waren geblendet vom Gold und Prunk der Räume und Gebäude. Zunächst warfen wir einen Blick in die Chapelle Royal, die leider nicht betreten werden darf. Weiter ging es durch verschiedene Salons, die für Empfänge usw. genutzt wurden, bis wir den Spiegelsaal erreichten. Der Saal ist 70 Meter lang und geprägt von vielen Kronleuchtern mit Kristallen und natürlich den Spiegeln, die das einfallende Sonnenlicht reflektieren sollten. Hinter dem Spiegelsaal befanden sich die privaten Gemächer des Königs, die wir ebenfalls anschauen konnten. Hier erfuhren wir, dass sich das Leben damals sehr in der Öffentlichkeit abspielte. So waren stets bereits morgens Adlige beim König, um ihm beim Aufstehen, Ankleiden etc. zuzuschauen. Gewaschen wurde sich damals übrigens nicht – das war nur den einfachen Leuten vorbehalten. Im Adel meinte man, dass eine ordentliche Dreckschicht die Krankheiten davon abhalten würde, in den Körper einzudringen. Dafür wurde um so mehr Parfum benutzt, um die entsprechend vorhandenen Gerüche zu überdecken. 
Nachdem wir noch die Räume der Königin sowie weitere Salons durchschritten hatten, ging es nach draußen in die Gärten. Zu Zeiten des Sonnenkönigs umfasste der Park 60 km², heute ist es nur noch 1 km², der allerdings nicht weniger eindrucksvoll ist. Es ist alles in streng geometrischen Formen gehalten. An vielen Stellen gibt es Wasserspiele, allerdings war es früher wie heute ein großes Problem, genügend Wasser hierfür nach Versailles zu schaffen. Daher musste, wenn der Sonnenkönig im Park spazieren ging, immer ein Page vorausgehen, der den Gärtnern Zeichen gab, welche Wasserspiele in welcher Reihenfolge in Gang gesetzt werden mussten. Man wollte dem König die Illusion verschaffen, dass alles ständig funktionierte. Was lernen wir daraus? Auch früher wurde schon mit billigen Tricks gearbeitet
Leider war es uns nicht vergönnt, auch ein Wasserspiel zu sehen.
Beim Spaziergang im Park entdeckten wir viele schöne Flecken, aber so manches Bäumchen bräuchte wohl auch mal wieder einen ordentlichen Schnitt – so ein strubbeliges Zeug hätte bei mir im Garten keine Chance





Salut de Paris,


Der Rückweg zum Hotel war mit der Metro schnell geschafft, sodass wir vor unserem Nachmittagsprogramm glatt noch ein Dreiviertelstündchen unsere müden Füße ausruhen konnten. Das war auch besonders wichtig, da es um 16 Uhr mit dem Bus zum Montmartre ging. 32 Teilnehmer unserer Reisegruppe hatten sich für die Teilnahme an einer Führung dort entschieden, was sicherlich auch niemand bereut hat, denn unser Reiseführer konnte uns viele sehenswerte Eckchen abseits des Touristenstroms zeigen.
Wie der Name “Montmartre” schon ahnen lässt (Mont = Berg), war geländegängiges Schuhwerk von Vorteil. Es ging auf und ab, mal auf gepflasterten Wegen, mal über Treppen.
Am Schluss der geführten Wanderung erreichten wir auf dem Gipfel des Montmartre die Basilika Sacré-Coer, wieder ein beeindruckendes Bauwerk mit vielen kleinen Details. Sacré-Coer wird aktiv als Gotteshaus genutzt, während unserer Besichtigung fand sogar tatsächlich gerade ein Gottesdienst statt. Das Fotografieren ist im Innern des Gebäudes generell nicht erlaubt, aber man kann einen Rundgang auch während des Gottesdienstes machen.
Auf dem Platz vor Sacré-Coer hat man einen grandiosen Blick über Paris, das Häusermeer nimmt kein Ende. Leider war es heute sehr dunstig, sicherlich wäre es bei klarem Wetter noch viel schöner gewesen.
Nach so viel Anstrengung hatten wir uns das Abendessen redlich verdient. Zu viert suchten wir ein Restaurant auf, das uns schon während des Aufstiegs auf den Montmartre ins Auge gefallen war. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht – wir hatten ein hervorragendes Essen und auch noch einen schönen Ausblick über Paris! Auch der Regen meinte es gut mit uns, erst nach dem Dessert fielen ein paar Tröpfchen.
Heute war also der große Tag. Die Wettschreiben standen auf dem Plan, Da hieß es früh aufstehen. Frühstück um 6:45 Uhr, Busabfahrt 7:15 Uhr. Und es haben auch alle pünktlich zum Bus geschafft, selbst die beiden Herren, die es geschafft haben 4 (!) Wecker zu überhören. Nach Ankunft in der Cité Universitaire Internationale de Paris mussten wir vor dem Wettschreibsaal warten. Aber im Gegensatz zu gestern wurde der Zeitplan überraschend gut eingehalten.
Zunächst stand das 30-Minuten-Schnellschreiben (Text production) auf dem Programm. Für einige der langweiligste Wettbewerb, für andere eine Art Meditation
Der Text war wohl etwas schwerer als bei Deutschen Meisterschaften, sodass die Geschwindigkeiten etwas niedriger lagen. Da die Anschläge bei der WM aber nicht am Rand stehen, kann man nur raten, wieviele Anschläge sich durch die Großbuchstaben aus der Zeichenzählung von Word ergeben.
Damit waren die ersten von uns schon fertig, während andere jetzt erst mit der Autorenkorrektur (Text correction) in den Wettbewerb einstiegen. Die Korrekturen waren insgesamt recht einfach. Ungewohnt war, dass recht viel geschrieben werden musste.
Für einige von uns kam jetzt noch der Höhepunkt: Die professionelle Textverarbeitung (Word processing). Nach einer Einlesezeit von 15 Minuten hatten wir 75 Minuten, um im vorgegebenen Text Überschriften auf vier Gliederungsebenen den Vorgaben entsprechend zu formatieren, die Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen einzurichten, ein Deckblatt und Inhaltsverzeichnis zu erstellen, Aufzählungen zu gestalten, ein Glossar und ein Abkürzungsverzeichnis zu formatieren, Grafiken einzufügen und dann noch die Seriendruckfunktion für eine Übersicht über statistische Informationen einzusetzen. Hier hat es sich scheinbar ausgezahlt, dass wir in den letzten Wochen tatsächlich einmal vor einer Meisterschaft trainiert haben. Die meisten von uns sich sehr weit gekommen, Steffi hatte am Ende mal wieder einige Minuten übrig (allerdings nicht als einzige im Saal)… Da sind wir mal au
f die Ergebnisse gespannt…
Nach den Strapazen hat sich die Gruppe dann für das Nachmittags- und Abendprogramm aufgeteilt. Einige waren abends zum Gallier-Essen, andere in Kleingruppen zum Sightseeing. Wir haben uns ins Getümmel und den Verkehr auf dem Champs-Elysées gestürzt, haben große Bonbons gesehen
und sind für 9,50 € zu Fuß(!) auf den Arc de Triomphe geklettert. Von dort hatten wir dann aber eine tolle Aussicht auf die Stadt, den Eiffelturm, La Defense, den Montmatre und das Verkehrsgetümmel.
Nach den Strapazen wurde es Zeit, sich etwas zu Essen zu suchen. Wir haben uns entschieden zum Montmatre zu fahren und dort etwas zu suchen. Etwas abseits der Touristenströme haben wir dann auch ein kleines Lokal gefunden, in dem wir günstig ein komplettes Menü bekommen haben.
So gestärkt konnten wir dann den Berg erklimmen (okay, mit der Bahn hochfahren) und die Abenddämmerung rund um Sacré Coeur in uns aufnehmen.
Und zum Abschluss gab es noch einen Blick auf den nächtlich beleuchteten Eiffelturm.
Morgen haben wir auch wieder den vollen Tag für touristisches Programm. Mal sehen, was wir dann so unternehmen.
Bis morgen
Die Oldenburger Stenos
Unsere Jugend – Elanah und Sharon Lohse, Thorsten Kempermann, Jan-Philipp Berger – hat den offiziellen Artikel zum gestrigen Tag für die Intersteno Landesgruppe Deutschland geschrieben:
Nach der langen Anreise hatten wir heute den ersten Tag in Paris. Gleich nach dem Frühstück holte uns der Bus zur Stadtrundfahrt ab. Über die Prachtboulevards ging es vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die wir in den nächsten Tagen sicher noch einmal zu Fuß erkunden werden. Und schon kurz nach der Abfahrt war sich dann auch Sylvia sicher, dass uns der Bus wirklich in die richtige Stadt gefahren hatte: Der Eiffelturm war zu sehen
Und dann kam auch schon der nächste “Höhepunkt”: Mit einem Doppeldeckerbus in die Tiefgarage! – Unter dem Louvre gibt es das tatsächlich.
Am Louvre hatten wir dann etwas Zeit zum Bummeln.

Und schließlich konnten wir den Eiffelturm auch noch aus der Nähe sehen und ihn zahlreich kaufen.
Nach all dem Sightseeing begann dann am Mittag der offizielle Teil des Intersteno-Kongresses: Zunächst mussten wir zum Kongresszentrum zum Einchecken. Sollte ja kein Problem sein. Eben mit dem Bus hinfahren, alle aussteigen, Unterlagen abholen und 10 Minuten später sollte es dann zum Frischmachen und Umziehen zum Hotel gehen. Aber weit gefehlt: Wenn nur eine Frau an der Rezption sitzt, die die Personen in einer PC-Liste sucht, um dann den Namen auf ein Post-it zu schreiben (mehrere auf ein Post-it, weil so viele hatte sie davon ja nicht), dann dauert das bei über 70 Personen eine ganze Weile. Mit dem Post-it gab es dann auf der gegenüberliegenden Seite jeweils einen Umschlag mit Kongressunterlagen, eine Paris-Tasche und ein T-Shirt.
Durch diese Verzögerung mussten wir dann direkt zur Internationalen Universität, wo um 14:00 Uhr die Türen für die offizielle Eröffnungsveranstaltung geöffnet werden sollten. Die Veranstaltung selbst sollte um 15:00 Uhr beginnen.
Leider war auch hier die Organisation nicht soo optimal. Erst um kurz vor 16:00 Uhr konnten wir in den Saal – wir hätten also doch noch gut zum Hotel fahren können. Dann gab es eine bunte Mischung aus Showprogramm mit verschiedenen Tanzgruppen, mehreren Reden, die jeweils in Französisch, Englisch und Deutsch übersetzt wurden, und der obligatorischen Vorstellung der 36 teilnehmenden Länder, die zusammen 600 Teilnehmer stellen.
Nach dem vielen Sitzen, dem einen oder anderen Begrüßungschampagner und ein paar kleinen Häppchen ging es dann am Abend zurück zum Hotel, wo sich die Gruppe aufteilte. Während ein paar unverwüstliche unbedingt noch zum Montmatre wollten, sind wir dem Tip des Reiseleiters gefolgt und haben ind er Nähe des Hotels in toller Athmosphäre und ohne Touristenmassen herrlich gegessen.
So, jetzt ist Erholung für die morgigen Wettbewerbe angesagt.
Au revoir
Ralf
Bon soir tout le monde!
Nous avons arriver à Paris. Ups … ich sollte vielleicht doch besser deutsch schreiben
Samstagmorgen, 05:30 Uhr, Parkplatz Weser-Ems-Halle. Eine absolut unchristliche Uhrzeit, aber 21 Personen waren pünktlich da, um mit dem Bus nach Paris zu reisen.
Nur wo blieb der Bus? Der musste wegen eines Unfalls auf der Autobahn eine Stunde im Stau stehen – da hätten wir doch noch länger schlafen können *gähn*
Aber das mit dem Schlafen haben wir dann später nachgeholt
In Recklinghausen haben wir dann weitere 21 Leutchen eingesammelt und in Frankfurt 31. Gemeinsam ging es dann weiter nach Paris, wo wir gegen 21:30 Uhr bei unserem Hotel eintrudelten. Der Bus war schnell entladen, die Zimmerschlüssel/-chipkarten verteilt und 73 Personen versuchten, mit 3 Aufzügen auf die verschiedenen Stockwerke zu kommen. Dem einen gelang dieses einfacher, dem anderen nicht so schnell, musste doch die Chipkarte richtig herum durch einen Schlitz gezogen und dann schnell die Stockwerkstaste gedrückt werden. Da soll dann auch jemand einige Male rauf und runter gefahren sein
Was die Zimmergröße angeht, waren wir zwar schon durch Schreiber vorgewarnt, die bereits am Nachmittag angekommen waren, aber wir waren doch beeindruckt:
Und da sollten wir mit unseren ganzen Klamotten reinpassen?
Aber mit etwas Geschickt war auch das schnell gemeistert und wir konnten uns kurz nach 22 Uhr mit den anderen Schreiberinnen, Schreibern und Schlachtenbummlern aus Oldenburg zu einem ersten Erkundungsgang aufmachen. Natürlich zog es uns direkt an die Seine, wo uns französisches Leben mit Musik, Tanz usw. erwartete. Zum Abschluss des Abends war einigen von uns dann noch nach einem Crèpes – schließlich sind wir hier in Frankreich! Andere zogen kühle Getränke vor.
Und nun sind wir gespannt auf eine ereignisreiche Woche mit spannenden Wettbewerben und vielen neuen Eindrücken.
À bientot
Stefanie und Sylvia